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1. Einleitung

Im Januar 2009 ist die europäische GHS Verordnung (EG) Nr. 1272/2008, genannt CLP-Verordnung (Classification, Labelling and Packaging), in Kraft getreten.
Ziel dieser Verordnung ist eine einheitliche Einstufung und Kennzeichnung von Substanzen und Gemischen mit Blick auf eine weltweite Vereinheitlichung. Dies betrifft auch die Erstellung der Sicherheitsdatenblätter (MSDS) der Produkte.

Vorteil dieser einheitlichen Kennzeichnung durch einheitliche GHS Symbole ist, dass alle beteiligten Personen, wie Konsumenten, Hersteller, Verteiler und im Notfall auch Rettungskräfte sehr schnell ermitteln können, um welchen Stoff bzw. Gemisch es sich handelt.

Dadurch ist eine schnelle Einschätzung des Gefährdungspotenzials sowie eine schnelle und sachgerechte Behandlung möglich.

Wir wollen Möglichkeiten aufzeigen, wie diese Kennzeichnung mit einem 2-Farb-Thermodrucksystem kundenfreundlich und effizient realisiert werden kann.

 

2. Die GHS-Verordnung – einige Fakten

GHS = United Nations „Globally Harmonized System“ of Classification and Labelling of Chemicals.
Die Details der GHS/CLP Verordnung sind beschrieben in der
EC Verordnung Nr. 1272/2008.

2.1 Was muss klassifiziert und gekennzeichnet werden?

Die GHS/CLP Verordnung besagt, dass chemische Substanzen (z.B. Aceton) sowie Gemische (z.B. Lacke, flüssige Bodenbeläge etc.) unter anderem mit einheitlichen Symbolen, sogenannten Piktogrammen gekennzeichnet werden müssen.

2.2 Wo gilt GHS/CLP?

Die europäische GHS Verordnung gilt für alle Mitgliedsstaaten der EU. Viele weitere Bereiche weltweit verwenden die gleiche Kennzeichnung. Ziel ist eine weltweit einheitliche Regulierung und Kennzeichnung von Gefahrstoffen.

2.3 Wie ist der Zeitplan?

Die Richtlinie ist seit Januar 2009 in Kraft. Die Übergangsfrist zur GHS konformen Kennzeichnung von Substanzen endet im Dezember 2012. Die Kennzeichnung von Mixturen wird ab Juni 2015 Pflicht, die Übergangsfrist hierfür endet im Juni 2017.

2.4 Was ändert sich für die Etikettierung?

Für die Visualisierung der möglichen Gefährdung wurden bisher Piktogramme verwendet, die schwarz und orange waren. Diese werden durch schwarz/rote Piktogramme ersetzt.

 

2.5 Aufbau eines GHS konformen Etiketts bezüglich der Piktogramme

GHS konformaes Etikett

Die Anzahl und Auswahl der Piktogramme richtet sich nach der Einstufung des Produktes. Es dürfen nur die dem Produkt entsprechenden Piktogramm auf dem Etikett erscheinen. Dies schränkt die Nutzung von vorgedruckten Etiketten sehr ein, denn es dürfen keine leeren roten Rauten auf dem Etikett erscheinen. Bei vielen verschiedenen Produkten müssen entsprechend viele unterschiedlich vorbedruckte Etiketten vorgehalten werden. Dies führt zu hohen Lager- und Materialkosten.

logiJET TC8Dies bedeutet, die Piktogramme werden idealerweise auf jedem Etikett individuell gedruckt. Dann reduziert sich der Etiketten-Lagerbestand auf ein Blankomaterial. Hierzu wird ein Drucksystem benötigt, das die geforderte rote und schwarze Farbe zur Verfügung stellt
…der logiJET TC8.

 

3. Der logiJET TC8 für GHS konforme Gefahrgutetiketten

Vielfach ist es gewünscht, auf einem GHS Etikett alle benötigten Sprachvarianten unterzubringen. Damit die Texte GHS-konform lesbar bleiben, muss ein entsprechend großes Etikett verwendet werden. Dieses Etikett ist nicht selten größer als A5.

Mit dem Drucksystem logiJET TC8 können 8 Zoll breite und nahezu beliebig lange Etiketten produziert werden.

Mit Hilfe der Thermotransfertechnologie können Materialien verarbeitet werden, die für eine BS5609 kompatible Etikettenproduktion benötigt werden.

3.1 Wie wird der logiJET TC8 angesteuert?

Im Anwendungsumfeld für GHS konforme Etikettierungen sind Anbindungen unter SAP weit verbreitet. Der logiJET TC8 unterstützt in optimaler Weise die Anbindung an SAP Systeme:

  • Direkter Druck aus SAP über einen internen PCL5c Treiber
  • Druck aus SAP über Microsoft Office® und PCL5c Windowstreiber

Beim direkten Druck aus SAP werden die PCL5c Daten aus SAP an einen logiJET TC8 geschickt. Dieser verarbeitet diese Daten über seine PCL5c Emulation direkt. Bei dieser Methode ist keinerlei Systemanpassung oder Middleware erforderlich.

Für den Ausdruck über Microsoft Office® stellt Microplex einen speziell für diese Anwendung optimierten Windowstreiber zur Verfügung, der alle gängigen Windows Betriebssysteme unterstützt.

Dieser Treiber unterstützt auch den Ausdruck von GHS Etiketten mit benutzerdefinierten Formaten, die von den normalen Standardformaten wie A5, A4 etc. abweichen.

Dies gewährleistet eine einfache Einbindung in SAP Systeme ohne aufwändige Anpassungen seitens der Software.

3.2 Kosten sparen beim roten Farbanteil

Die roten Anteile eines GHS Etiketts sind nicht immer über die gesamte Druckbreite verteilt. Werden die roten Anteile so angeordnet, dass sie nur einen bestimmten Bereich des Etiketts bedecken, besteht ein enormes Einsparpotenzial.

Mit Hilfe der HRS (Horizontal Ribbon Safe) Funktion wird die Farbbandbreite auf ein notwendiges Minimum begrenzt. Dadurch wird der Verbrauch von nicht genutztem Farbband reduziert.

Beispiel:

 

3.3 Platzsparende Positionierung des logiJET TC8

Das Gesamtsystem eines logiJET TC8 mit Etikettenabroller ist aufgrund der kompakten Bauform und Anordnung sehr platzsparend. Der optionale Rollenabwickler wird unter dem eigentlichen Drucksystem positioniert, was den Platzbedarf auf eine Grundfläche von nur 39cm x 42cm beschränkt. Damit ist der Einsatz unter beengten Umgebungsbedingungen komfortabel möglich.

Optionale Rollen-Auf- und Abwickler erleichtern die Produktion von zweifarbigen Etiketten für den Betrieb mit einem automatischen Applikator.

3.4 Optimierte Piktogramme für den Thermotransferdruck

Die herkömmlich verfügbaren Piktogramme für die GHS Etikettenproduktion sind für den Gebrauch mit einem Laserdrucker optimiert. Sie sind im JPEG Format mit Kantenglättung (Antialising) gespeichert. Das bedeutet, die Ränder der roten Raute zum Beispiel sind nicht in reinem Rot definiert, sondern gehen zur Kantenglättung farblich abgestuft in den Hintergrund über. Dies führt bei Thermotransferdruck zu unschön ausgefransten Rändern an den Rauten. Microplex stellt für den logiJET TC8 einen optimierten Satz Piktogramme zur Verfügung, der einen randscharfen Ausdruck ermöglicht.

 

Der logiJET TC8 ist optimal ausgelegt für den individuellen Druck von GHS konformen Gefahrgutetiketten. Sowohl die einfache und sichere Anbindung an die meisten Softwaresysteme als auch die drucktechnische Optimierung machen den logiJET TC8 zu einem effizienten Werkzeug Ihrer Produktion.

Falls Sie Fragen zur Integration in Ihren Workflow haben, stehen Ihnen unsere Experten gerne zur Verfügung.

Kontakt:
Microplex Printware AG
Panzerstraße 5
26316 Varel
Tel.: +49(0)4451 91370
Fax. +49(0)4451 81063
Email: sales@microplex.de